Zwickau

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Zwickau (im westsächsischen Idiom „Zwigge“) ist eine Stadt im südwestlichen Teil des Freistaates Sachsen und Sitz des Landkreises Zwickau. Heute ist Zwickau die viertgrößte Stadt in Sachsen und gehört als eines der Oberzentren zur „Metropolregion Mitteldeutschland“.[2]Die Fläche der Stadt beträgt 102,54 Km2. Im Jahre 2009 waren es 94 340 Einwohner in der Stadt. Die Stadt ist in das Tal der Zwickauer Mulde eingebettet und über die historische Silberstraße, heute eine sächsische Ferienstraße, mit der Landeshauptstadt Dresden verbunden. Das heutige Westsachsen wurde bis in das 6. Jahrhundert von den germanischen Stämmen der Sueben und Thüringer besiedelt. Vom 7. bis zum 10. Jahrhundert bewohnten Sorben das Gebiet. Im 10. Jahrhundert erfolgte nach Unterwerfung der Sorben durch Heinrich I. die Christianisierung der ansässigen Bevölkerung und die Einwanderung deutscher Siedler begann.Im Jahre 1118 wurde in einer Urkunde erstmals das territorioZcwickaw erwähnt. Es handelt sich hierbei nicht um einen konkreten Ort, sondern um einen von Slawen besiedelten Gau, dessen Zentrum das Dorf Osterweih war. Diese Siedlung wurde später aufgegeben; sie lag in der heutigen Nordvorstadt. Zwickau erhielt das Stadtrecht zwischen 1192 und 1212 und von 1290–1407 stieg als Reichsstadt neben Augsburg und Nürnberg zu einer Stadt ersten Ranges auf. Der Bergbau begann in der Region im Jahr 1316 als Markgraf Friedrich der Gebissene die Stadt mit einer Fundgrube auf den Fürstenberg (zwischen Kirchberg und Weißbach) belehnte. Hier wurde Silber und Kupfer abgebaut. Im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) wurde Zwickau neun Mal belagert. Wallenstein, General der Kaiserlichen Truppen, verlangte von der Stadt Kontributionen in Form von Naturalien und Geld. Nach dem Westfälischen Frieden von 1648 hatte Zwickau an die Schweden ein Friedensgeld von 2063 Talern zu bezahlen. Die Kriegsbelastungen betrugen insgesamt 321.141 Taler.1810 wurde der berühmteste Sohn der Stadt, der Komponist Robert Schumann, in Zwickau geboren. Das Robert-Schumann-Haus, Geburtshaus des Komponisten, befindet sich am Hauptmarkt/Ecke Münzstraße. Im Schloss Osterstein wurde von 1933 bis 1934 vorübergehend ein Konzentrationslager eingerichtet.19. März 1945 die Innenstadt bombardiert. In den Abendstunden des 17. April 1945 hisste er auf dem Turm des Mariendoms die weiße Flagge und veranlasste das Läuten der Kirchenglocke.Dann wurde Zwickau aber wurde Zwickau von der Roten Armee besetzt. Seit dem Jahr 1949 bis 1990 lag Zwickau in der DDR. In den Jahren 1957 - 1991 wurde in Zwickau ‚Trabant‘ hergestellt. Zwickau verlor im Jahre 2008 ihren Status als kreisfreie Stadt und ist seitdem Sitz des Landkreises.Die Stadt ist über ihre Grenzen hinaus als Automobil- und Robert-Schumann-Stadt bekannt. Zwickau ist die Wiege der sächsischen Automobilindustrie. Die mehr als hundertjährige Tradition in der Automobilherstellung begann hier mit der Gründung der Horch- und Audi-Werke, die anschließend durch die Auto Union und die Sachsenring-Werke in der DDR fortgesetzt wurde. Nach der Deutschen Einheit gründete Volkswagen hier eines der größten Unternehmen in den neuen Bundesländern, die Volkswagen Sachsen GmbH.Das 2004 im ehemaligen Audi-Werk eröffnete August-Horch-Museum sowie die Westsächsische Hochschule Zwickau und das Robert-Schumann-Konservatorium sind die bekanntesten Kultur- und Bildungseinrichtungen der Stadt.Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören: Einer von den zehn Stadtkirchen: Evangelischer Dom St. Marien: geht zurück auf die 1206 gegründete Marien-Pfarrkirche, Neubau des Langhauses unter Verwendung älterer Teile zwischen 1505 und 1537; wertvolle Innenausstattung vom 15. bis 17. JahrhundertRathaus am Hauptmarkt: zentrales Wahrzeichen der Stadt von 1404. 1403 war das alte Rathaus beim großen Stadtbrand total zerstört worden. Wiederaufbau mit markanten Zeichen, zum Beispiel: großes Wappen, Rotsiegel, Zinnenkranz und die Ecktürme.Spätgotisches Gebäude, wo sich das Stadttheater befindet.